MTBO auf einem Schweizer Käse

Nach den gut organisierten Weltmeisterschaften und dem 6-Tage MTBO in Viborg gilt es nun die Augen auf den Oktober im Erzgebirge zu richten, sich anzumelden und auf die Rennen vorzubereiten. In den letzten Tagen waren wir mit unserem IOF Event Advisor und unserem nationalen Kontrolleur in den Wäldern und Wettkampfzentren und haben die Karten und Bahnen diskutiert. Nun bereiten wir das Bulletin 3 vor in dem detaillierte Informationen zu den Rennen zu finden sind. Erkunde die Region ...

Auch abseits der Wettbewerbe bietet das neu ernannte UNESCO Welterbe einiges zum Entdecken und eine Landschaft zum Genießen. So lohnt es sich auch den Partner, die Familie oder Freunde mit zum Rabenberg zu nehmen. Das Erzgebirge blickt auf über 800 Jahre Bergbau zurück, aus dem technologische und wissenschaftliche Errungenschaften hervorgingen und sich eine Bergbaulandschaft und eine Vielzahl an Bergbaustädten gebildet hat. Bekannt für Silber und Zinn wurden auch viele andere Erze, wie Arsen, Kobalt, Nickel, Uran oder Zink abgebaut, verhüttet und weiterverarbeitet. Einige Erze wurden im Erzgebirge entdeckt. In Johanngeorgenstadt, dem Sprint-Gelände, wurde 1789 Uran als Bestandteil der Pechblende entdeckt und nach dem wenige Jahre zuvor entdeckten Planeten Uranus benannt, der seinerseits wiederum der erste entdeckte Planet seit der Antike war.

Doch von den Planeten zurück unter die Erde, die im Erzgebirge durch viele unbekannte, unkartierte Bergbautunnel wie ein Schweizer Käse zerlöchert ist. Nach der Wende wurden fast alle Bergwerke geschlossen. Nachdem die Erzpreise weltweit wieder gestiegen sind wurde 2013 in der Nähe von Oberwiesenthal eine neue Bergbaumine eröffnet die, Fluss- und Schwerspat fördert. Einen Blick in die Bergbaugeschichte kann man im Besucherbergwerk „Glöckl“ in Johanngeorgenstadt einfangen und unterirdisch das Sprintgelände erkunden. Aber auch über Tage gibt es einiges zu sehen, so zum Beispiel der Fichtelberg mit 1214 m der höchste Berg auf deutscher Seite. Zusammen mit dem höchsten Berg des Erzgebirges, dem Klínovec (1244 m) bildet sich ein bedeutsames Ski-Areal in der Region. Einen Überblick über das Erzgebirge erhält man auch im Miniatur-Park in Waschleite, ca. 20 km nördlich des Rabenberges. Etwas weiter östlich, in Crottendorf, lädt die Räucherkerzenmanufaktur zu einem Besuch ein. Die Räucherkerze, um 1850 das erste Mal zur Weihnachtszeit in Räuchermännern verwendet, ist in der Region zur weihnachtlichen Tradition geworden und steht häufig neben Schwibbögen in den Stuben. Die Kerzenbögen stellen oft Motive aus dem Leben der Bergarbeiter dar. Der erste Metall-Schwibbogen wurde gut 100 Jahre vor der Räucherkerze in Johanngeorgenstadt gebaut. In der Stadt sind Schwibbögen an Straßen, in Vorgärten und an Häusern in den unterschiedlichsten Größen zu finden. Somit erklärt sich auch unser Wettkampflogo ein wenig.

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